Gedenktag 2ter Mai - kleiner Nachbericht

 

Am 2ten Mai war internationaler Tag zur Erinnerung an die Verbrechen der NS-Psychiatrie und ihrer Kooperateur/innen und Tag des gegenwärtigen Widerstandes gegen die Zwangspsychiatrie.

 

Uns wurde ein Photo zugeschickt. Kerzen und Blumen wurden an das Mahnmal „Weg der Besinnung“ gelegt.

 

Zusätzlich wurde eine Person, der vorgeworfen wurde „Meinungsäußerungen“ mit Kreide auf die Straße zu malen von der Polizei Königslutter genervt und als „geistig 5 Jahre alt“ bezeichnet, weil sie den Sinn der sinnlosen polizeilichen Maßnahme (Personenkontrolle) nicht verstand.

 

Auch die Polizei sollte sich vor solchen Kategorisierungen, wie sie sie am 2ten Mai (mal wieder) vorgenommen hat, hüten. Mit der Fremd-Zuschreibung eines geistigen Alters taten die Beamten genau das, was die Initiative Zwangbefreit (IZB) auch beim Thema Psychiatrie immer wieder kritisiert: Menschen gegen ihren Willen in irgendwelche Schubladen stecken und obendrein noch bestimmte Eigenschaften als die vermeintlich besseren darstellen.

Es ist zwar nicht verwunderlich, dass die Polizei bei solchen Diskriminierungen mitmacht aber dadurch wird’s ja auch nicht besser.

… Und wie wäre es wohl gekommen, wenn die Person den beiden Polizisten gegenüber ähnliche Zuschreibungen gemacht hätte? Wahrscheinlich wär der*dem Betroffenen eine Anzeige wegen „Beleidigung“ ins Haus geflattert.

 

Soviel zu „gleiche Rechte für alle“ in diesem demokratischen Staat.

 

Und schön, dass nun Blumen, Kerzen und Kreidesprüche auch vor Ort an die Opfer der NS-Psychiatrie und den Gedenktag erinnert haben...  

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