Widerstand wirkt: Akutaufnahme-Station 63 des Klinikum Bremen-Ost (KBO) schließt!

"(...)Psychotherapie fand auf der alten Station nämlich so gut wie nicht statt – stattdessen wurden Patient*innen mit Medikamenten ruhig gestellt. Problemen begegnete man mit Zwangsmaßnahmen.(...)" (TAZ)

 

Nachdem immer wieder Kritik an den menschenrechtswidrigen Zuständen in der KBO geäußert wurde und dieser Protest auch die breite Öffentlichkeit erreichen konnte, sah sich die Klinik nun in der Pflicht endlich zu handeln und Verbesserungen in Gang zu bringen. Ob die Schließung der Skandalstation 63, Deeskalationstraining für die Pflegekräfte und die Eröffnung der neuen - in einem Park gelegenen - Station letztendlich mehr ist als Schönfärberei bleibt abzuwarten. Letztendlich ist, wie die TAZ schon zutreffend schreibt, "Die Rede (...) dabei nicht von bahnbrechenden neuen Konzepten, sondern schlicht von Mindeststandards." Jedoch kann man sehen: Ausdauernde Proteste gegen Missstände in der Psychiatrie können Veränderungen schaffen.

 

"(...)Anfang vergangenen Jahres hatte die lange gärende Kritik an den Zuständen im KBO die kritische Masse erreicht: taz und Weser Kurier hatten über tagelange Fixierungen an den Betten berichtet, ehemalige Patient*innen die entwürdigenden Umstände auf der Akutaufnahme-Station 63 kritisiert. Die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen hatten daraufhin in einer parlamentarischen Anfrage Aufklärung der Missstände verlangt – und nach dem Stand der Psy­chiatriereform gefragt.

 

Auf diesen Druck reagierten der Senat und die Klinik-Holding Gesundheit Nord (Geno) mit tatsächlich beachtlicher Geschwindigkeit. Ein selbstkritischer Aktionsplan wurde verfasst, für die Renovierung von Haus 3 umgehend 1,2 Millionen Euro bereit gestellt. Architekten, Mediziner- und Techniker*innen haben das Projekt in einem knappen halben Jahr umgesetzt.(...)"

 

http://www.taz.de/!5492931/

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